Das perfekte Home Gym – Teil eins: der Raum

Im Artikel trainieren im Fitnessstudio oder Home Gym haben wir einige Vor-und Nachteile aufgelistet bezüglich des Trainings im Fitnessstudio oder zuhause. Für all diejenigen die sich mit dem Gedanken tragen, ein eigenes Heim Studio einzurichten, startet heute eine Artikelserie zum Thema Home Gym einrichten.

Im ersten Teil dieser Serie soll es um die benötigten Räumlichkeiten gehen. Nicht jeder Raum ist geeignet um darin ein eigenes Home Gym unterzubringen.

Benötigter Platz

Egal für welches Trainings-Gerät man sich später entscheidet, eine Langhantel gehört immer dazu.

Entscheidet man sich für Qualität, kommt man an einer Langhantel mit mindestens 210 Zentimeter Länge nicht vorbei.

Rechnet man also mit 210 Zentimeter Hantelbreite, sollte der Raum mindestens 3 m breit sein. Schließlich möchte man ja auch ein wenig Bewegungsfreiheit.

Egal ob man sich später für Einzelkomponenten,  ein Power Rack oder eine Trainings Station entscheidet, eine Lösung mit einer Tiefe von weniger als 2,50m wird man eher selten antreffen.

Will man auch hier wieder über etwas Bewegungsfreiheit verfügen, sollte der Raum mindestens eine Tiefe von 4 Metern haben.

Den richtigen Raum finden

Zu den Nachteilen eines eigenen Home Gyms gehört die Geräuschkulisse. Hanteln und Hantelscheiben machen nun mal Krach.

Zwar werden wir uns in einem späteren Teil mit speziellen Lärmarmen Hantelscheiben beschäftigen, doch es kann nie schaden, wenn man das Übel schon an der Wurzel packt und bei der Auswahl des Raums selbst beginnt.

Training im Keller

Ideal wäre natürlich ein Kellerraum. Dort stört der Krach nicht und man muss auch nicht so auf das Inventar achten wie in der Wohnung.

Dass Kellerräume selten beheizt werden, stört in diesem Fall auch nicht. Denn zum einen sollte einem beim Training ohnehin warm werden 😉 und zum anderen gibt es viele leistungsstarke Heizlüfter, die für das Aufheizen eines Trainings Raums vollkommen ausreichen.

Aber selbst wenn man überhaupt nicht heizt, schadet das den Trainingsgeräten nicht, da Kraftsport Geräte von Haus aus unempfindlich sind. Jedenfalls sofern man sich für Qualität entscheidet.

So schön ein Kellerraum auch als Lösung wäre, nicht jeder verfügt über einen solchen. Jedenfalls keinen den er nicht anderweitig nutzen würde/müsste.

Gerade in einer Mietwohnung steht in der Regel nur einen Kellerraum zur Verfügung und der dürfte mit Sicherheit verplant sein.

Verfügt man also nicht über mehrere Kellerräume, scheidet diese Variante schon einmal aus.

Geräteschuppen oder Gartenhaus

Für Eigentümer von Gärten bietet sich die Variante Geräteschuppen oder Gartenhaus an. Sinn macht das aber wohl nur dann, wenn bereits ein solches vorhanden ist. Ansonsten kommen zusätzlich zu den Kosten für das Studio auch noch die Kosten eines Gartenhauses hinzu. Und die legen ruck zuck im Bereich von 2000 €.

Hat man jedoch die Möglichkeit auf ein solches Gartenhaus zuzugreifen, ist das sicherlich die ideale Lösung.

Ein Zimmer im Haus/in der Wohnung

Ist es nicht möglich, das Home Gym in den Keller oder Garten auszulagern, bleibt nur der Wohnraum selbst. Ein nicht genutztes Zimmer wäre hierfür geeignet.

Es sollte aber wirklich nicht anderweitig genutzt werden. Denn von der vielerorts gepriesenen Vorstellung, Sportgeräte nur bei Bedarf hervorzuholen und nach dem Training wieder wegzuräumen, muss man sich verabschieden.

Vernünftiges und qualitativ hochwertiges Sportgerät ist eigentlich zu schwer, um es ständig hin und her zu räumen. Außerdem richtet man sich ein Home Gym ja gerade deswegen ein, um ständig und jederzeit trainieren zu können.

Ein Teil eines Zimmers

Ist gar keine der vorgenannten Möglichkeiten gegeben, bleibt noch eine letzte Möglichkeit bevor man sich vom eigenen Heim Studio verabschieden oder umziehen muss.

In einer Art abgespeckten Version eines Heim Studios und bei entsprechender Raumgröße könnte man einen Teil eines Zimmers zum Home Gym umfunktionieren.

Anbieten würde sich hier das Schlafzimmer. Der Fitnessmarkt ist groß und bietet auch für solche Fälle Lösungen an. Um es aber gleich vorweg zu sagen, man muss Abstriche machen.

Wie das im Einzelnen aussehen könnte, wird allerdings in einem späteren Teil dieser Serie beschrieben werden.

Geräuschdämmung

Das schon beschriebene Problem der Lärmentwicklung dürfte neben dem Raum selbst das Hauptproblem seien.

Es gibt Inhaber eines Home Gyms, die sich im Laufe der Zeit und unter beträchtlichem Aufwand regelrecht schalldichte Räume erschaffen.

Dies kann man z.B. erreichen, indem man die Wände und Decken mit schallisolierenden Styropor Platten beklebt.

So weit muss man aber in aller Regel nicht gehen. Zwingend erforderlich jedoch sind Dämm-Matten auf dem Boden.

Die am Markt befindliche Anzahl solcher Matten ist riesig. Leider sind die wirklich guten Materialien auch entsprechend teuer.

Unsere Empfehlung lautet deshalb, erst gar nicht im Bereich Fitness Matten zu suchen, sondern direkt im industriellen Bereich.

Ein Beispiel hierfür wären Bautenschutz- oder Gummimatten (Shop-Link). Was dazu geeignet ist, groben Bauschutt aufzuhalten, muss auch bei Hanteln genügen ;-).

(5.686 Leser, 1 Leser heute)
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9 Kommentare

  • Guter Artikel!
    Bin auch gerade dabei mein Home Gym einzurichten. In meiner Wohnung ist zwar nicht viel Platz, aber das muss sich ausgehen. Auf jeden fall nicht bei den Gummimatten sparen. Eure Nachbarn werden es euch danken und der Boden wird auch nicht so schnell abgenutzt.

  • Guter Artikel vorallem weil ihr auf die Geräuschdämmung eingeht das war Anfangs mein Problem:)

  • Björn meint:

    hi Kurt,
    dem kann ich mich nur anschließen. Die Gummimatten sind ganz wichtig, nicht nur als Geräuschdämmung oder als Bodenschutz. Für unter 100€ bekommt man schon paar gute Matten (zum Beispiel auf http://www.fallschutzmatten.net). Man muss ja nicht das gesamte Zimmer / Keller damit auslegen, sondern nur den Bereich wo man aktiv ist. Ich würde auch solche Fallschutzmatten ab 20mm Stärke empfehlen, da sie u.a. schwerer sind und beim Training nicht verrutschen.

    • fitness camp meint:

      Jup, schwer ist gut. Allerdings würde ich bei 20mm Stärke aufpassen, dass sie nicht zu weich sind. Ist sonst bei allen schweren Übungen sehr unangenehm.

  • Ich kann mir mittlerweile gar nicht mehr vorstellen im Studio zu trainieren, Homegym rules! Die Freiheiten sind einfach super.

    Ich habe Gott sei Dank das Glück einen Raum im Keller zu haben. In einem Mehrfamilienhaus, vor Allem wenn unter einem dann noch Leute wohnen, wird es denk ich schier unmöglich schweres Kreuzheben auszuführen. Da werden dann auch kaum Fallschutzmatten helfen..

  • Björn meint:

    Die matten die ich bestellt habe sind nicht weich. Habe 15-25mm bei mir liegen (ohne zu verkleben) – einfach nur top.

  • Ei Homegym ist perfekt, wenn die Rahmenbedingungen mit Material etc stimmen!
    Man darf sich nur niemals ablenken lassen, das dürfte den meisten Anfängern schwer fallen. Ausserdem sollten anfänger mal personaltrainings buchen um die Ausführungen richtig zu machen.
    Grüße

  • Hey der Artikel ist wirklich gut geworden. Ich werde mir jetzt bestimmt auch ein Home Gym zulegen. Macht weiter so !

    mfg manuel

  • Hallo 🙂
    ich wollte mal meinen Lieblingssport für die eigenen vier Wänden vorstellen. Durch Jumping Fitness auf dem Fitness Trampolin habe ich nun auch endlich meine Motivation für Sport gefunden. Joggen und Fitnessstudio war mir immer zu viel Aufwand.
    Im Gegensatz zum Fitnessstudio ist es nicht teuer und perfekt für Ausdauer und Koordinationstraining geeignet. Die Geräte gehen bei 50 Euro los, doch wenn man ein besseres haben möchte ist man so bei rund 100 Euro. Das Springen auf dem Trampolin macht zudem auch noch richtig viel Spaß! In dem Ratgeber http://fitness-trampolin-test.de/ wird auch beschrieben, dass es effektiver ist als Joggen.

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