Das Idealgewicht und die ideale Figur Teil 2 – Verhältnis von Fett zu Körpergewicht

Im ersten Teil ging es um verschiedene Indizes, mit denen man feststellen kann, ob man normalgewichtig ist. Dabei haben wir festgestellt, dass bei den gängigen wie dem BMI oder dem WtHR noch Nachholbedarf besteht. Die einzig sinnvolle Betrachtung ist das Verhältnis Fett zu Körpergewicht.

Warum ist es so wichtig, Normalgewicht zu haben?

Übergewicht, Traumfigur, Mann auf WaageEs besteht dringender Handlungsbedarf. Das belegt die Statistik des Bundesgesundheitsministeriums. Nach dessen Angaben sind in Deutschland

  • 37 Millionen Erwachsene und fast
  • 2 Millionen Kinder und Jugendliche

übergewichtig. Das ist fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung. Schon unter den 13-jährigen sind drei prozent stark übergewichtig. Bereits jedes fünfte Kind zwischen elf und siebzehn Jahren leidet an Essstörungen, insgesamt fast 1,4 Millionen. Im Zuge einer Umfrage erklärten sich fast 60% der 13 und 14-jährigen zu dick.

Worauf kommt es beim Idealgewicht an und wie erreicht man es?

Entscheidend ist das Verhältnis von Fett zu Körpergewicht

Es ist nicht damit getan, eine bestimmte Diät zu halten oder irgendeinen Trainingsplan zu kopieren. Sie müssen die Grundlagen kennen und entsprechend anwenden. Dazu sollten Sie zunächst wissen, wie sich Ihr Körpergewicht überhaupt zusammensetzt.

Ihr Gewicht ist die Summe aus drei Teilen.

  • Fett
  • Fettfreie Körpermasse
  • Wasser

Fett ist die Menge des in den Fettzellen Ihres Körpers gespeicherten Fettgewebes. Als Fettfreie Körpermasse bezeichnet man das Gesamtgewicht Ihrer Knochen, Muskeln und Organe. Wasser ist das herausragende Element Ihres Körpers. Es hält das Blut flüssig und ist sowohl in den Zellen wie auch extrazellulär in verschiedenen Gewebeformen zu finden. Ihre Muskulatur besteht zum Beispiel zu 75% aus Wasser.

Das Verhältnis von Fettfreier Körpermasse zu Fett und Wasser bestimmt Ihre Figur und damit ob Sie Unter- Über- oder Normalgewichtig sind.

Es ist wichtig zu verstehen, dass egal ob Sie zu- oder abnehmen wollen, Sie dies an allen drei Fronten tun können. Sie nehmen an Fett, Wasser, Muskelmasse – oder an allen dreien zu oder ab.

Die Idealfigur – und damit automatisch das Idealgewicht – wäre unter diesen Voraussetzungen also ein Körper mit maximaler Muskelmasse und einem Minimum an Fett. In Wirklichkeit gibt es jedoch keine Idealfigur. Nur eine den täglichen Anforderungen angepasste Form.

Wer beispielsweise über enorme Geschwindigkeit verfügen muss, der wird sich nicht mit großvolumigen Muskeln belasten wollen. Wer außerordentliche Kraftleistungen vollbringen muss, für den sind gut entwickelte Muskeln ein Muss.

Warum ist das Idealgewicht und eine gute Figur für Sie wichtig?

Frau mit Traumfigur, IdealfigurFrüher mussten wir Menschen noch hart arbeiten. Von Beginn an, als wir noch vor dem Säbelzahntiger flüchteten, über Ackerbau und Viehzucht, bis hin zur Industrialisierung. Immer war der menschliche Körper stark gefordert. Genau dafür ist er konzipiert.

Unser heutiges alltägliches Leben stellt uns jedoch kaum noch vor große Herausforderungen. Dadurch sind wir gezwungen, die natürlichen Anforderungen zu imitieren. Die Mehrzahl der Arbeitnehmer geht heutzutage einer sitzenden Tätigkeit nach und hat somit ganz andere Anforderungen als beispielsweise ein Handwerker am Bau.

Während der Büroarbeiter seinen Körper fordern muss, um etwa Haltungsschäden vorzubeugen, muss ein körperlich schwer arbeitender Mensch dafür Sorge tragen, dass keine Langzeitschäden durch übermäßigen Verschleiss zurückbleiben.

Wie sollte Ihr eigener Körper aussehen?

Eine erste Vorstellung von Ihrer Idealfigur erhalten Sie, wenn Sie sich folgende Fragen stellen:

  • wie stark sind Sie in Ihrem Beruf belastet
  • welche Körperform haben Sie (Ectomorph, Mesomorph oder Endomorph)
  • Sind Sie zu dick und wenn ja, wie verteilt sich das Körperfett?
  • Sind Sie zu dünn und wenn ja, an welchen Stellen fehlt Masse besonders?
  • Auf welche Attribute legen Sie Wert? (Beweglichkeit, Kraft, Schnelligkeit,…)
  • Wie gesund sind Sie? (Haben Sie beispielsweise Herzprobleme oder körperliche Beeinträchtigungen)

Wenn Sie etwa mit viel Bauchfett zu kämpfen haben, gleichzeitig aber nur über schmale Schultern verfügen, bringt eine reine Gewichtsabnahme nicht das optimale Ergebnis. Viel effektiver ist es dann, zeitgleich an der Verbreiterung Ihrer Schulterpartie zu arbeiten.

Wenn Sie das Verhältnis von Fett zu Muskelmasse verändern, können Sie Einfluss auf Ihren Körpertyp nehmen. Wie Sie das am besten tun, erfahren Sie in Teil 3 der Artikel-Serie.

Hier geht es zu Teil 1 – Die Indizes: BMI, WHtR,…
Hier geht es zu Teil 3 – richtig ernähren und Fett abbauen
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