Protein

Das Bild zeigt einen schlanken Mann beim Kraftsport

Protein

Protein ist zusammen mit Wasser der Hauptbestandteil, aus dem unsere Muskulatur besteht. Es ist die Grundlage für erfolgreichen Muskelaufbau. Daneben werden im Körper auch Haut, Haare und Enzyme auf Proteinbasis aufgebaut.

postprandiale Thermogenese

Als besondere Eigenschaft hilft Protein neben dem Muskelaufbau auch bei der Gewichtsreduzierung. Protein besitzt zwar denselben Energiewert wie Kohlenhydrate, nämlich 4 kcal / 1g Protein. Allerdings kurbelt es den Stoffwechsel Ihres Körpers deutlich stärker an als dies Kohlenhydrate vermögen.

Dieser Prozess wird postprandiale Thermogenese genannt und beschreibt den Anstieg der Körpertemperatur nach einer Mahlzeit. Während bei einer kohlenhydratreichen Mahlzeit die Stoffwechselsteigerung bei etwa sieben Prozent liegt, schlägt Protein dieses Ergebnis um Längen. Bei proteinreichen Mahlzeiten liegt die Stoffwechselsteigerung zwischen 25 und 30 Prozent!

Man kann also durchaus sagen, dass Protein den anderen Energielieferanten wie Fett oder Kohlenhydraten haushoch überlegen ist.

Wo Licht ist, ist auch Schatten

Protein kann nicht auf Vorrat im Körper gespeichert werden, wie beispielsweise Fett oder Kohlenhydrate. Es muss also ständig in Form von Nahrung zugeführt werden.

Geschieht dies nicht, beginnt der Körper nach einigen Stunden seine Proteinreserven in Form von Muskulatur aufzuzehren. Das ist natürlich gerade für Kraftsportler nicht tolerabel.

Leider wird diese Tatsache auch gerne dazu benutzt, um erfolgreicher Proteinpulver zu verkaufen. Es stimmt zwar, dass Körpereigenes Eiweiß in Form von Muskulatur abgebaut wird aber einen erkennbaren Effekt werden Sie nach nur wenigen Stunden nicht sehen können.

Proteinergänzungen machen immer dann Sinn, wenn nicht genügend Protein aus natürlicher Nahrung zugeführt werden kann.

Was passiert im Körper mit Protein?

Das über die Nahrung aufgenommene Protein kann mit Ausnahme von Muttermilch nicht direkt verarbeitet werden. Es muss zuerst vom Verdauungsapparat in seine Bestandteile, die Aminosäuren zerlegt werden.

Dabei unterscheidet man zwischen acht essentiellen und 12 nicht-essentiellen Aminosäuren. Die essentiellen Aminosäuren können vom Körper nicht in ausreichender Menge hergestellt werden und müssen deshalb zugeführt werden.

Essentielle Aminosäuren

  • Isoleucin
  • Leucin
  • Lysin
  • Methionin
  • Phenylalanin
  • Zhreonin
  • Tryptophan
  • Valin

Isoleucin, Leucin und Valin sind unter den Nahrungsmittelergänzungen auch als BCAAs bekannt (branched chain amino acids / verzweigtkettige Aminosäuren). Die menschliche Muskulatur ist zu etwa 35% aus BCAAs aufgebaut.

Nicht-essentielle Aminosäuren

  • Alanin
  • Arginin
  • Asparagin
  • Asparaginsäure
  • Cystein
  • Glutamin
  • Glutaminsäure
  • Glycin
  • Histidin
  • Prolin
  • Serin
  • Tyrosin

Die nicht-essentiellen Aminosäuren können vom Körper aus den essentiellen Aminosäuren zusammengesetzt werden.

Das so aufgespaltene Protein kann dann über den Blutkreislauf aufgenommen werden und steht dann beispielsweise dem Muskelaufbau zur Verfügung.

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