Training ist ein natürliches Antidepressivum

Wer hätte nicht gerne natürliche Antidepressiva ohne Nebenwirkungen, welche nicht vom Arzt verschrieben werden müssen. Dabei gibt es das längst: regelmäßiges Training.

Regelmäßiges Training hat so viele positive Auswirkungen auf Ihre Gesundheit, dass es unmöglich wäre, alle in einem Artikel unterzubringen.

Einer der Vorteile, über den leider wenig gesprochen wird, ist die stimmungsaufhellende Wirkung, die regelmäßiges Training liefert.

Training als Antidepressivum

Regelmäßige Workouts helfen, Depressionen zu behandeln. Der dahinterstehende Mechanismus funktioniert so, dass die Aktivität eines Gens gesteigert wird, welches den Wachstumsfaktor VGF verschlüsselt.

VGF ist ein Molekül, welches antidepressive Eigenschaften hat und ist an der Neubildung von Nervenzellen und deren Verbindungen beteiligt. Tests der Universität Yale an Mäusen ergaben, dass diese, wenn man ihnen VGF ins Hirn gespritzt hatte, weniger anfällig für Depressionen waren.

Wie stark kann Training gegen Depressionen ankämpfen?

Mit dieser Frage haben sich Forscher vom Duke University Medical Center in North Carolina beschäftigt. In Ihrer Studie teilten sie über 200 depressive ambulante Patienten in eine von vier Gruppen ein.

  • Kontrollierte Trainingsgruppe (Laufband, 3x 30 Minuten pro Woche)
  • Heimtraining (Laufband, 3x 30 Minuten pro Woche)
  • Medikation mit Sertraline (Zoloft)
  • Placebo

Nach vier Monaten dann das Ergebnis. Rund die Hälfte der Depressionen war verschwunden und der Erfolg teilte sich wie folgt auf die Gruppen auf:

  • Placebo: 31% der Patienten waren frei von Depressionen
  • Heimtraining: 40% der Patienten waren frei von Depressionen
  • Kontrolliertes Training: 45% der Patienten waren frei von Depressionen
  • Medikation: 47% der Patienten waren frei von Depressionen

Es sind gerade einmal 2%, um die eine medikamentöse Therapie erfolgreicher war, als das, was Sie jederzeit selbst, kostenfrei und vor allem ohne jegliche Nebenwirkungen tun können.

Interessant auch die Differenz zwischen den zu Hause trainierenden und denen, die aufgrund ihrer Gruppenzugehörigkeit einem gewissen Trainingszwang unterlagen. Ob die Motivation der allein Trainierenden zu manch einer ausgefallenen Trainingseinheit geführt hat und deshalb ein geringerer Effekt zutage trat – oder ob Training in der Gruppe generell wirkungsvoller ist, wurde in der Studie nicht untersucht.

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