Übergewicht bei Kindern

Jeder zweite Deutsche gilt als übergewichtig. Zwar wird diese Zahl vom BMI abgeleitet und ist von daher mit Vorsicht zu genießen aber man muss nur mit offenen Augen durch unsere Städte gehen, um selbst zu sehen, dass diese Aussage soweit nicht hergeholt ist.

Schlimm ist das zunächst nicht, da Übergewicht noch keine krankhafte Fettleibigkeit (Adipositas) bedeutet. Gewöhnt man sich allerdings an die Pfunde, ist der erste Schritt in die falsche Richtung getan.

Erschreckend ist auch, dass ein Anstieg in der Vergangenheit hauptsächlich in der Gruppe der 25 bis 34 -jährigen zu verzeichnen war. Tendenz steigend. Zudem sind etwa eine halbe Million Kinder und Jugendliche krankhaft übergewichtig.

Die Bundesministerien für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, sowie für Gesundheit rufen zwar immer mal wieder Aktionen ins Leben, um über die negativen Folgen von falscher Ernährung und mangelnder Bewegung aufzuklären; so richtig ins Bewusstsein der Menschen rücken diese allerdings nicht.

Die Kosten, die durch ernährungsbedingte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, chronische Rückenschmerzen, etc. entstehen, werden mittlerweile auf 70 Milliarden Euro jährlich geschätzt und nehmen weiter zu.

Neben den Kosten sind es aber häufig auch die gesundheitlichen und sozialen Nachteile, die den Betroffenen zu schaffen machen.

Nicht nur dass schon bei der Suche nach einer Lehrstelle der berufliche Aufstieg behindert werden kann. Es leiden gerade Kinder und Jugendliche häufig extrem unter Hänseleien ihrer Mitschüler.

Die Eltern sind schuld

Dieser Vorwurf wird immer relativ schnell von wohlmeinenden Gutmenschen erhoben. Aber ist das wirklich so? Selbst wenn Eltern nicht auf die Ernährung und Bewegung ihrer Sprösslinge achten würden, gibt es doch immer noch andere Institutionen, die mit den Kindern in Kontakt sind.

Was ist mit den Kindergärten und Schulen? Den Vereinen und Kinderärzten? Sind die alle blind? Oder stehen sie nicht in der Verantwortung? Den Eltern grundsätzlich die Schuld zuzuweisen, greift meiner Meinung nach zu kurz.

Hinzu kommt, dass viele Eltern das Übergewicht bei ihren eigenen Kindern gar nicht sehen können. Diese „Betriebsblindheit“ wurde in einer Niederländischen Studie festgestellt. Obwohl die Eltern ihr eigenes Gewicht durchaus realistisch einschätzten, waren sie nicht in der Lage, dasselbe bei ihren Kindern zu tun.

Und warum auch nicht? Schließlich sehen wir doch alle bei Menschen die wir lieben, über viele Dinge hinweg, die uns bei Fremden sofort auffallen würden.

Fazit

Der Bund, die Eltern, Schulen, Ärzte und Vereine sind in der Pflicht, schon auf die Entwicklung der Kleinsten zu achten, um nötigenfalls gegensteuern zu können. Fast noch wichtiger ist es, dass Gesundheit und eine gute Figur Teil unserer Kultur werden.

Wenn man lernen kann, dass man beim Gähnen die Hand vor den Mund hält, kann man auch lernen, dass ungesundes Essen „ungehörig“ ist 😉

(Quellen: Wikipedia iaso)

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